• Darf man(n) an einem schönen Jungen Ge­fallen finden, darf frau einem hübschen Buben hinterherschauen? Was in der heutigen Zeit durchaus argwöhnisch betrachtet wird, ist literarisch keine Frage.

    BildJohann Wolfgang von Goethe tat es und Hermann Hesse, Anna Seghers ebenso wie Ricarda Huch und zahlreiche andere Autoren und Autorinnen: In ihren Werken huldigten sie der Schönheit des Knaben.

    Der polnische Junge Tadzio aus Thomas Manns „Der Tod in Venedig“ mag heute für viele der Inbegriff des „schönen Knaben“ sein, er hat in der Literatur aber viele „Brüder“: In zahlreichen Romanen, Erzählungen, Gedichten, Reisebeschreibungen und Tagebüchern begegnet der „schöne Knabe“, dessen Wahrnehmung nicht nur zum Stehenbleiben, An- und Nachschauen reizt, sondern bis zur Betroffenheit, ja zum Erschrecken führen kann und darüber sinnieren lässt, was Schönheit ist und aus welchen Quellen sie gespeist wird.

    Guido Fuchs ist auf Spurensuche gegangen, um das Motiv des „schönen Knaben“ zu ergründen. Neben persönlichen Erlebnissen der Autorinnen und Autoren fand er auch literarische Topoi wie antike Götterknaben, Prinzen oder Engel. Und immer wieder die Vorstellung eines Idealbildes, „wie der Herrgott sich vielleicht den Menschen geträumt hat“ (Max Frisch, Die Schwierigen). Zusammengestellt wurden die Texte aus deutschsprachigen Werken seit dem 18. Jahrhundert nach zwölf Aspekten, die unter Oberbegriffen wie „Begegnung“, „Erinnerung“, „Verbeugung“ oder „Verwandlung“ stehen. In einem vorangestellten Essay werden sie erschlossen. Abgerundet wird die Anthologie durch ein Literatur- und Namensregister.

    Mit Texten von
    Hans Carossa, Marie von Ebner-Eschenbach, Theodor Fontane, Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse, Ricarda Huch, Heinrich von Kleist, Agnes Miegel, Sten Nadolny, Ernst Penzoldt, Rainer Maria Rilke, Anna Seghers, Theodor Storm, Robert Walser, Jakob Wassermann und vielen anderen. 

    Leseprobe und weitere Informationen: www.tadzios-brueder.de

    Buchhinweis: Guido Fuchs (Hg.)| Tadzios Brüder. Der »schöne Knabe« in der Literatur
    16,5 x 23 cm | 260 S. | Hardcover mit Lesebändchen | ISBN 978-3-940078-42-1 | 26,95 EUR – Im Buchhandel erhältlich

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    Der Herausgeber
    Dr. Guido Fuchs, geb. 1953 in Göppingen, Professor an der Universität Würzburg, Autor zahlreicher Bücher zu liturgischen und kulinaristischen Themen.
    Auf das Phänomen des „schönen Knaben“ stieß er bei der Lektüre von Heinrich von Kleists Essay „Über das Marionetten­thea­ter“. Diesem Thema nach­zu­spüren, auch gegen den Zeitgeist, reizte ihn. Die Ergebnisse seines Sammelns stellt er in dieser Anthologie vor.
    Guido Fuchs ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Hildesheim und Würzburg.

    Texte und Bilder
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    Veranstaltungen
    Guido Fuchs bietet eine multimediale Lesung zum Buch an. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Verlag.

    Über:

    Verlag Monika Fuchs
    Frau Monika Fuchs
    Langer Hagen 25
    31134 Hildesheim
    Deutschland

    fon ..: 05121-962117
    web ..: http://www.verlag-monikafuchs.de
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    Der Verlag Monika Fuchs ist ein kleiner, unabhängiger Publikumsverlag mit Sitz in Hildesheim. Das „Verlagshaus“ befindet sich innenstadt- und welterbenah im Michaelisviertel, dem Bereich Hildesheims, in dem die Stadt ihren Ursprung hat. Gegründet wurde er 2006.
    Der Programm-Schwerpunkt liegt im Kinder- und Jugendbuchbereich. Ergänzt wird dieser mit einer kleinen, feinen, familientauglichen Belletristikabteilung, in der regionale Titel nicht zu kurz kommen.
    Bücher aus dem Verlag Monika Fuchs möchten die Leserinnen und Leser unterhalten. Und Ihnen Impulse geben. Ihnen Wissen und Werte vermitteln. Und hin und wieder auch nachdenklich machen.

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    Tadzios Brüder. Der „schöne Knabe“ in der Literatur – ein unbefangener Blick auf ein befangenes Thema

    veröffentlicht am 22/09/2015 in der Rubrik Presse - News
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